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Meine Gedanken zum Thema „Konsum“

Dies ist kein Aufruf, kein perfektes ‚How To…‘, kein anklagend ausgestreckter Zeigefinger. Dies sind einfach nur meine Gedanken zu unserem Konsum, die ich einmal äußern möchte ─ weil ich mich dafür interessiere, wie ihr darüber denkt und ob ihr schon einmal über das Thema ‚Konsum‘ nachgedacht habt?

Ich mache mir im Alltag schon eher viele Gedanken zum Thema Konsum ─ würde ich sagen. Ich bin noch nicht bei Zero Waste oder einer veganen Ernäherung angekommen, wie gesagt einfach nicht perfekt. Mir persönlich geht es eher um die kleinen Dinge. Ich denke erst einmal viel darüber nach, welchen Konsum ich vermeiden kann, ohne mein Leben drastisch einzuschränken.

portrait jean above the clouds


jean above the clouds listePlastik

Ich nerve in meiner Umgebung schon so viele Leute wie möglich mit meiner Ansicht zu Plastik. Ich wünsche mir, meine Freunde und Familie würden an der Supermarktkasse keine Plastiktüten mehr benutzen. Dass dm diese abgeschafft hat, finde ich schon einmal super (Wie oft ich früher einfach so eine mitgenommen habe, obwohl ich gar keine Tüte gebraucht hätte!). Jetzt frage ich selbst immer an der Kasse, ob es Papier- oder Plastiktüten gibt und verzichte, wenn es nur Tüten aus Plastik gibt.

Ich lese gerade viel über Plastik und Müll und bin erschrocken darüber, dass es überhaupt erst seit ca. 1950 Plastikverpackungen gibt und man sich heute Supermärkte ohne die Unmengen an Verpackungen kaum noch vorstellen (aber wünschen) kann. Plastiktüten für Obst und Gemüse finde ich schon schlecht (das einzige, was nicht verpackt ist…), und bei den Leuten, die Paprika farblich getrennt einpacken, kann ich nur den Kopf schütteln.

Generell bin ich einfach für Papier- statt Plastiktüten und versuche, alle zu Vesperboxen, Trinkflaschen und Stofftragetaschen zu überreden. Denn selbst wenn in Deutschland besser recyclet wird als in anderen Ländern, landet jede Minute eine Tonne Plastik im Meer, weil der weltweite Konsum an Plastik so unermesslich hoch ist! ):


jean above the clouds listeTextilien

Bei Textilien bin ich mittlerweile ein Fan von Minimalismus. Ich versuche, wirklich nur das zu kaufen, was ich auch brauche und trage. Mein Kleiderschrank ist noch nicht perfekt ausgeräumt, aber beim Kleiderkauf denke ich immer: Brauche ich das wirklich? Trage ich das wirklich? Wozu passt das? Ein kleiner Trick! Wenn man sich nicht sicher ist, ob man eine Klamotte kaufen soll, kann man sie einfach im Laden hängen lassen und sagen: Wenn es mich in einer Woche immer noch reizt, dann komme ich wieder und kaufe dich! (;

Let’s have a Minimalistic Wardrobe (;

Jetzt vor dem Sommer habe ich mir sehr viele neue Oberteile zugelegt. Aber diese kann ich auch wirklich überall tragen, sowohl im Alltag als auch, wenn es ein wenig chicer sein soll. Es geht ja auch oft um die Kombination. Jedenfalls kann man seinen Textilien-Konsum wirklich einfach einschränken! Klar braucht man einmal neue Sachen, aber jeden Monat einmal Klamotten shoppen zu gehen muss ja nicht sein.

Als ich in meinem Urlaubssemester war und auch keinen Nebenjob hatte, habe ich meine Shopping-Ausgaben komplett eliminiert und habe wirlich diszipliniert nichts gekauft. Daraus habe ich gelernt, dass man sich nicht zu Spontankäufen verleiten lassen sollte. Und dass Modeketten jede Woche neue Kleidungsstücke haben und damit unendlich viele Kollektionen vertreiben, ist für mich mittlerweile ein sehr schlechtes Zeichen.

Fair Fashion

Alles in allem bin ich auch hier noch nicht bei der perfekten Vorstellung angekommen… aber ich arbeite daran. Bei mir ist gerade noch der Preis für nachhaltig hergestellte Kleidung ein Dorn im Auge (und ein Loch im Studenten-Geldbeutel), aber ich denke viel darüber nach und werde versuchen, mich in Zukunft besser damit zu arrangieren und auf fair produzierte Kleidung umzuschwenken.

Mehr über dieses Thema gibt es in der derzeit diskutierten Dokumentation „The True Cost“ auf Netflix oder in der meiner Meinung nach noch besser gelungenen Webserie „Sweatshop“ von Aftenposten. Von der Webserie gibt es nun sogar eine zweite Staffel, die ich heute erst entdeckt habe: Unbedingt anschauen!


jean above the clouds listeReisen & Konsum weltweit

Wie immer möchte ich auch in diesem Post das Artikel-Thema auf das Reisen beziehen. Einerseits kann man feststellen, dass nicht überall derselbe Standard für Müllverwertung herrscht (Plastikflaschen ohne Pfand selbst in Österreich), aber es fällt einfach die generelle Verteilung von Gütern, auch Lebensmitteln, auf. Dass in manchen Ländern Lebensmittel knapp sind, kann man aus unserem eigenen Alltag nicht ahnen.

In einer globalisierten Wirtschaft und bei der Behandlung des Themas Konsum fällt schnell auf, dass irgendwie alles zusammen- und voneinander abhängt. Jedes Jahr gibt es den sogenannten Weltüberlastungstag (Earth Overshoot Day), der immer neu berechnet wird und anzeigt, wann die Grenze der natürlichen Resourcen für ein nachhaltiges Jahr auf der Erde erreicht ist. Dieses Jahr war dies schon am 8. August. Um den weltweiten Konsum zu decken, bräuchten wir derzeit 1,6 Erden. Wir bräuchten also noch einen halben Planeten mehr, weil wir unseren einzigen Planeten überproportional ausschöpfen.

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jean above the clouds listeMüll

Zum Thema Müll fällt mir erst einmal ein, dass es immer noch Orte gibt, in denen Müll nicht anständig getrennt wird, oder dass es manchen einfach egal ist. Das finde ich schade, denn besonders bei Papier oder Plastik, also große wiederverwertbare Stoffsammlungen, macht es wirklich keinen Unterschied, ob die Produkte aus neuen oder recycelten Stoffen sind.

Aber auch was an Lebensmitteln weggeschmissen wird, ist echt krass. Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Dokumentation „Taste the Waste“? Ich finde insgesamt, dass über so ein reichhaltiges Produktangebot unser Bezug zu Lebensmitteln verloren gegangen ist.

Zero Waste“ finde ich einen sehr spannenden Ansatz, in dem ich mich sehr gern einmal versuchen würde. Ich finde aber auch, dass es wichtig ist, zu schauen, dass das in Mehr-Personen-Haushalten nicht so einfach ist, neue Gewohnheiten zu setzen.

Zum Thema Müll lese ich zur Zeit sehr viele spannende Dinge, weshalb ich zusammen mit zwei Blogger-Freundinnen auch ein kleines Projekt plane ─ dazu bald mehr. Ich würde mich freuen, wenn ihr am Lesen dabei bleibt, zum Beispiel über Bloglovin‘. Und bis dahin stelle ich euch die Frage:


Was oder wie denkt ihr über das Thema Konsum?


Bildquelle Beitragsbild und unterstes Bild: stocksnap.io

5 Gedanken zu “Meine Gedanken zum Thema „Konsum“

  1. Hallo 🙂
    Ich finde auch, dass man, besonders wir hier in Deutschland, bewusster konsumieren sollte. Besonders die Plastikverpackungen in Supermärkten und bei Lebensmitteln sind häufig einfach nur sinnlos, wie z.B. dass jeder Teebeutel einzeln verpackt wird. Aber ich denke nicht, dass eine vegane Ernährung sonderlich viel mit „zu viel“ bzw. „falschem“ Konsum zu tun hat, schließlich sind auch diese Lebensmittel oft schlecht verpackt und die Kleidung eventuell von Kindern in Bangladesch produziert… Ich finde wichtiger, dass man bewusst einkauft, egal ob tierische oder vegane Prdoukte.

    Am besten sollte einfach jeder einzelne versuchen, sich bewusst zu machen, woher die jeweiligen Produkte kommen und wie sie hergestellt und transportiert wurden etc. und dann eventuell darauf verzichten bzw. zu einer faireren Alternative ausweichen, selbst wenn diese teurer sein sollte.

    1. Liebe Vera, ich kann dir nur zustimmen – vegan und fair oder plastikfrei sind nicht dasselbe. Da muss man sich derzeit noch durch den Gütesiegelwald kämpfen 😉 Deine Anregungen sind super! Liebe Grüße <3 Jean

  2. Hey,
    super Beitrag! Wenn man anfängt sich mit der Problematik unseren westlichen Konsums auseinander zu setzen, stößt man immer wieder an die eigenen Grenzen und man wird bald feststellen: Man kann als einzelner Mensch niemals komplett moralisch und ethisch konsumieren. Deswegen muss man anfangen, Prioritäten zu setzen, Möglichkeiten auszuloten, an sich arbeiten. Denn eins sollten wir langsam begreifen: Wir brauchen bei weitem nicht so viel, wie uns von Medien, Gesellschaft oder Werbung suggeriert wird. Und Konsum kann etwas ändern, auch wenn es zunächst wie ein Tropfen auf den heißen Stein aussieht.
    Liebe Grüße,
    Chrissy

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