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On My Way To Happiness

Über das Festhalten und Loslassen, Zurückkommen und Selbsterkennen

Hallo ihr Lieben! Ich habe mir überlegt, dass ich diese Woche wieder etwas Persönlicheres schreibe, da mein Beitrag über Mut und Selbstbewusstsein bei euch sehr gut angekommen ist, sowohl in den Kommentaren auf dem Blog als auch in persönlichem Feedback. Heute möchte ich euch vom Festhalten, Loslassen, Zurückkommen und Selbsterkennen erzählen und diese Themen sind etwas sehr Persönliches für mich, da auch ich, wie ihr bestimmt auch, viele Erfahrungen gemacht habe, die euren vielleicht ähnlich sind oder eine neue Perspektive eröffnen.

Happiness begins with you. Not with your relationship, your friends, or your job. But with you.

─ Mandy Hale

Über das Festhalten…

Eine Erkenntnis, die sich besonders im letzten Jahr für mich herauskristallisiert hat, ist, dass meine engen Freunde unglaublich loyal mir gegenüber sind, und dies gebe ich auch gern zurück. Loyalität ist für mich etwas sehr Wichtiges, darauf begründen sich die meisten und vor allem die engsten meiner Freundschaften. Auch familiär habe ich festgestellt: Blut ist tatsächlich dicker als Wasser.

Zur Zeit denke ich auch viel darüber nach, was früher meine Interessen waren und was sie heute sind. Ich versuche zum Beispiel, wieder häufiger kreativ zu schreiben, das war in meiner Schulzeit mein liebstes und wichtigstes Hobby. Das Festhalten an Interessen und Hobbies, auch in der Musik und im Sport, erfordert echt Disziplin, in der ich mich noch üben muss, aber ich glaube, Ehrgeiz zahlt sich auf jeden Fall aus ─ und wenn man im Alltag seinen Intellekt ausleben kann, sollte man das unbedingt (weiterhin) tun.

… und das Loslassen

Ich muss gestehen, ich habe meistens weder Zeit noch Lust, mich mit irgendwelchen zwischenmenschlichen Komplikationen oder Dramen auseinanderzusetzen. Natürlich beschäftige ich mich mit meinen Freundschaften und so weiter, aber ich möchte die Zeit mit meinen Mitmenschen genießen können, ohne alles zu hinterfragen, analysieren oder etwas zu projizieren, was gar nicht da ist. So kann ich einfach nur empfehlen, die Dinge etwas lockerer zu sehen, denn alles, was passiert, muss nicht zweifelsfrei etwas mit einem persönlich zu tun haben. So eine Einstellung hilft dabei, einfach easy-going und nicht allzu ernst zu sein. Wenn man realistisch und optimistisch mit dem, was geschieht, umgeht, kann man sich immer neu auf Menschen einlassen und unbelastet neue Bekanntschaften schließen.

Manchmal muss man auch etwas loslassen, das man eigentlich behalten wollte. Ich bin der Überzeugung, dass man Dinge aus seinem Leben ausklammern sollte, die einem Schmerzen bereiten und einfach nur negative Energien ausstrahlen. Wenn man zum Beispiel viel Umgang mit komplizierten oder bloß pessimistischen Menschen hat, kann das einen mehr belasten als man denkt. Es tut weh, Lebewohl zu sagen, aber ich glaube, man „darf“, allein aus Selbstschutz. Es gibt einen Unterschied zwischen manipuliert werden und sich manipulieren lassen und wenn Letzteres zutrifft, dann ist das Trennen ein so wichtiger Schritt… Nichts sollte einen im eigenen Leben so einschränken, dass man sich selbst aufgibt oder den Anspruch verspürt, sich in Zukunft selbst aufgeben zu müssen.

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Über das Zurückkommen

Neulich haben wir beim Familienbrunch zusammengesessen und hatten Bekannte von uns zu Besuch, die mich schon sehr lange kennen. Im positiven Sinne erstaunlich finde ich, dass unsere Bekannten mich und meine (Lebens-)Situationen immer schon recht gut verstehen und einschätzen konnten. Das Kompliment, das ich bekam, drehte sich um meine Rückkehr nach Hause, da ich ja zuvor zweieinhalb Jahre in Norddeutschland gelebt habe (Bremerhaven und Hamburg) und, nachdem ich beschlossen hatte, das Studienfach und die Uni zu wechseln, heimgekehrt bin.

Die Rückkehr allein ist eine sehr spannende Erfahrung, da ich erst einmal anderthalb Monate gebraucht habe, bis meine Comfort Zone wieder intakt war und ich mich überhaupt wieder wohl gefühlt habe. Aber es haben sich sehr viele Dinge während meiner Abwesenheit verändert und zum Guten gewendet, sodass es sich für mich nun wirklich so anfühlt, als wäre ich gut aufgehoben und in Sicherheit hier, was in den Jahren meiner Jugend selten so gewesen ist.

Unsere Bekannten sagten also, dass sie es schön fänden, wie ich zurückgefunden hätte und mich nun wieder so gut einfinden würde. Und so empfinde ich es auch, und zwar, dass die Einsicht von Fehlern oder das Zurückkommen nach Hause kein Rückschritt ist, sondern einen trotzdem weiter bringen kann. Ich versuche stets, das Beste aus meiner Situation zu machen, und habe mich wirklich bemüht, auch wieder zurück zu finden. Ich empfinde eine sehr tiefe Dankbarkeit für alle meine guten, bleibenden Freunde, die mich mit offenen Armen aufgenommen haben, sehe den Umzug aber trotzdem wie ein Neubeginn in einer neuen Stadt und bemühe mich so immer noch oder mehr als zuvor um das Engagement und Einbringen in meiner Umgebung.

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Über das Selbsterkennen

Selbsterkenntnis ist etwas, das mir schon immer lag. Schon in früher Teenager-Zeit war ich sehr selbstreflektiert und artikuliert, aber aus verschiedenen Gründen viel introvertierter, als es meine eigentliche Natur ist. Das sehe ich jetzt, wo ich nach zweieinhalb Jahren zurückgekommen bin und mit vielen Dingen einen Neuanfang gewagt habe. Ich habe mich nach meinem Abitur sehr verändert, und nun nocheinmal, und habe wirklich das Gefühl, dass sich immer mehr der Mensch zeigt, der ich eigentlich bin und der schon immer in mir gesteckt hat.

Ich kenne meine Stärken und Schwächen und weiß, wie ich mit ihnen umgehen kann. Ich habe an meiner ersten Uni so viel über das Kennenlernen neuer Menschen und das Frendschaft schließen gelernt, dass ich an mir selbst ganz neue Seiten entdecken konnte. Ich glaube, dass ich meine Erfahrungen sehr gut und positiv umsetzen kann, um keine Fehler doppelt zu machen, auch wenn wir alle nicht perfekt und fehlerfrei sind. Und so bin ich auch dankbar für die Freunde auf der Arbeit und an meiner neuen Uni, mit denen ich aus unserem gemeinsamen Interesse heraus am meisten Zeit verbringen darf. Nur weil ich fast drei Jahre zuvor so viele neue Eindrücke sammeln konnte, lernen sie mich nun so kennen, wie ich wirklich bin und wie ich mich auch geben möchte. Sie verhelfen mir zu einem sicheren Stand und einem Gefühl der Aufgehobenheit.

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Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade „Mit leichtem Gepäck“ von reiseum.de teil. Ich habe das Thema also im übertragenen Sinne interpretiert (; Auf dem Blog von Brigitta und Alex findet ihr alle weiteren Beiträge und Tipps zum Thema leichtes Gepäck, also schaut mal vorbei (:

Ich finde, nur wer ein festes Standbein hat, seien es nun eine Familie oder Freunde, kann überhaupt erst ausschwärmen, um die Welt und das große Ganze kennen zu lernen.
Das Reisen soll keine (Aus-)Flucht aus der ungeliebten Realität sein, sondern eine erholsame Abwechslung vom Alltag. Und ihr? (:

4 Gedanken zu “On My Way To Happiness

  1. Grad das mit den negativen Energien und den Freundschaften kann ich sehr gut nachvollziehen! Ich habe daher im letzten Jahr auch einfach endlich einen Schlussstrich unter eine wirklich lange Freundschaft gesetzt, die mir aber einfach nicht mehr gut tat. Ich habe viel drum gekämpft und lange versucht etwas daran zu ändern, aber grad wenn der andere nicht so mitmacht wie man selbst ist es wirklich irgendwann besser Loszulassen. Auch wenn das gar nicht so einfach ist (natürlich, sonst wäre es wohl keine so lange Freundschaft gewesen!). Nach einiger Zeit merkt man dann aber meistens wie viel besser es einem doch geht, wenn man ein bisschen was negatives aus seinem Leben gestrichen hat.

    1. Hallo Christine,
      ja genau, das denke ich eben auch, und ich finde, manchmal ist es auch einfach Zeit. Manche Freundschaften sind nicht für immer, und das ist auch okay so, vor allem wenn es eben nur noch negative Assoziationen weckt.
      Dir alles Gute und Danke für den Kommentar!

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